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Ja zum Radverkehr - Nein zu Luxusparkplätzen für 5,5 Mio. Euro

Die SPD Fraktion lehnt das Vorhaben der Stadtverwaltung für 5,5 Mio. Euro Parkplätze im Zusammenhang mit dem Stadionneubau an der Strehlener Strasse zu errichten ab. "Es gibt einen hohen Bedarf, im Bereich der Rad- und Fußwege oder des öffentlichen Nahverkehrs zu investieren. Dort wären die 5,5 Mio. Euro aus Stellplatz-ablösegebühren deutlich sinnvoller einsetzbar als zur Schaffung von 800 Luxusparkplätzen, die keiner braucht", so Thomas Blümel, finanzpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion, zu der aktuellen Vorlage, die am kommenden Montag im Finanzausschuss behandelt wird. 

2007 wurde vom Stadtrat ein Mobilitätskonzept zum Stadion beschlossen, um die Erreichbarkeit des Stadions und geordnete Verkehrsverhältnisse zu erreichen. Seitdem wurden bereits rund 1000 Parkplätze neu geschaffen, davon 700 auf dem Stadiongelände und 250 an der Strehlener Strasse. Das Konzept sah für die Variante mit dem inzwischen eingeführten Kombiticket noch einen zusätzlichen Stellplatzbedarf von 765 Plätzen vor, die mit einer ebenerdigen Stellplatzanlage mit an der Strehlener Straße geschaffen werden könnten. Die Baukosten wurden auf 2,3 Millionen Euro geschätzt. Nur für den Fall, dass das Konzept nicht greift, wurde der Bau von Parkpaletten mit deutlich höheren Kosten erwogen.

Axel Bergmann, stadtentwicklungspolitischer Sprecher: „Die vorgeschlagenen Maßnahmen des Mobilitätskonzepts sind bislang nur zum geringen Teil umgesetzt und brauchen wie das Kombiticket auch Zeit, bis sie voll greifen. Darum wäre es jetzt falsch, mit einer überdimensionierten Anlage wieder mehr Verkehr ins Gebiet zu ziehen. Besser wäre es, die noch fehlenden Maßnahmen vorzuziehen und so für noch mehr Entlastung zu sorgen.“ Das Mobilitätskonzept sah etwa die Verbesserung der zuführenden Rad- und Fußwege vor, zum Beispiel entlang der Bürgerwiese/Parkstraße, eine bessere Ausschilderung, noch bessere ÖPNV-Angebote, Parkraumkonzepte in den umliegenden Stadtteilen, Park&Ride etc.

Blümel: Wenn jetzt Zählungen von Fahrzeugen aus den Jahren vor der Schaffung des neuen Stadions als Begründung für weitere 800 Parkplätze zu einem Stückpreis von fast 7000 Euro herhalten sollen, dann zeugt dass von Weltfremdheit. Blümel: "Diese Vorlage hat gute Aussichten zum Bock des Jahres gekürt zu werden." Ebenso verwundert es, dass der Finanzbürgermeister Vorjohann, der sonst an jeder möglichen und oft auch an unmöglichen Stellen, wie zum Beispiel beim Technischen Rathaus spart, so einer Verschwendung seinen Segen erteilt."  

Kontakt:
Thomas Blümel (0151 – 107 18094))
Finanzpolitischer Sprecher

Axel Bergmann (0173 – 5649 225)
Stadtentwicklungspolitischer Sprecher
der SPD-Fraktion im Dresdner Stadtrat  
Tel.: 0351-4882688

Pressemitteilung, 10.02.2010

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