PressemitteilungenDie Dresdner SPD-Fraktion hat einen Antrag zur Einführung einer „Dresdner Kulturtaxe“ eingebracht. Die Oberbürgermeisterin soll damit beauftragt werden, bis zum Juli eine kommunale Satzung für eine Übernachtungsabgabe zu erarbeiten. Ziel ist es, mit den Einnahmen aus der Dresdner Kulturtaxe die Finanzierung kultureller Projekte und Einrichtungen zu ermöglichen. Dazu soll ab 2011 von jedem Übernachtungsgast in Hotels, Pensionen und sonstigen Beherbergungsbetrieben eine Abgabe in Höhe von einem Euro pro Nacht und Gast verlangt werden, bei Hotels über 49 Betten zwei Euro. Kinder und Jugendliche bis zur Vollendung des achtzehnten Lebensjahres sind von der Dresdner Kulturtaxe befreit.
Dazu Wilm Heinrich, kulturpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion: „Wir wollen mit der Dresdner Kulturtaxe insbesondere das Projekt Kulturkraftwerk Mitte unterstützen und so der Staatsoperette Dresden und dem Theater Junge Generation die lang versprochene Zukunftsperspektive eröffnen. Die Ansiedlung dieser beiden Kultureinrichtungen im Heizkraftwerk Mitte stellt für Dresdnerinnen und Dresdner und Besucherinnen und Besucher der Stadt gleichermaßen eine Bereicherung der Kulturstadt dar.
Die Besucherinnen und Besucher der Landeshauptstadt Dresden erleben eine Kulturlandschaft, die weltweit ihresgleichen sucht. Das Verweilen in der Stadt Dresden ist unmittelbar mit einem Genuss der Schönheit der Stadt und seiner Kulturschätze verbunden. Die ständigen Anstrengungen der Stadt Dresden und ihrer Bewohnerinnen und Bewohner zur Wiederherstellung, Pflege und Weiterentwicklung der Kulturstadt Dresden sollten von allen Besucherinnen und Besuchern mittels der Dresdner Kulturtaxe unterstützt werden.
Eine Dresdner Kulturtaxe in der vorgesehenen Höhe stellt für keinen Reisenden eine nennenswerte Belastung des Reisebudgets dar. Negative Auswirkungen auf die Attraktivität der Landeshauptstadt sind nicht zu erwarten. Die Dresdner Kulturtaxe betont die Bedeutung der Kultur in Dresden. Vermutet werden kann, dass Besucherinnen und Besucher Dresdens angesichts der einzigartigen Bausubstanz und des Kulturangebotes eine aus Kurstädten bekannte Abgabe bereitwillig leisten.“
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Pressemitteilung, 22.03.2010
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